Rom - Stadt der Spektakel (16. Januar 2016)

Konzept

Der diesjährige Thementag widmete sich den Orten städtischen Vergnügens im antiken Rom. Es sollten aber nicht nur die üblichen römischen Spielstätten wie Circus, Amphitheater und Theater untersucht, sondern darüber hinaus auch die Thermen sowie wichtige Prozessionswege (Triumphzug, kaiserliche Leichenfeiern, Einzug fremder Herrscher) in die Betrachtung miteinbezogen werden. Zudem wurde exemplarisch ein den zeitlichen Horizont erweiternder Fokus auf nachantike Epochen – insbesondere auf die Festkultur der Päpste und die öffentlichen Machtdemonstrationen der faschistischen Ära – gelegt.

Der Thementag wurde gestaltet vom lateinischen Hauptseminar Rom – Stadt der Spektakel (WS15/16) unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christine Walde und Dr. Patrick Schollmeyer. Er richtete sich nicht nur an Studierende und Schüler, sondern stand allen an der römischen Antike Interessierten offen, die an diesem Tag einen Einblick in die Arbeitsweise der Altertumswissenschaften gewinnen und sich in einen mittels kulturwissenschaftlicher Fragestellungen erschlossenen Raum jenseits weißer Togen und marmorner Ästhetik vorwagen konnten.

 

 

Pretium Petronianum

Der Thementag wurde traditionell mit Verleihung des Pretium Petronianum für den besten selbstverfassten lateinischen Text und einem römischen Aperitif abgerundet.

Die Aufgabenstellung für das Pretium Petronianum Quartum war die Darstellung mit einem Mindestumfang von mind. 20 Teubner-Zeilen

  • der Eröffnungsveranstaltung des Kolosseums im Anschluss an den liber spectaculorum Martials (Besuch, Nicht-Besuch, Freude, Ablehnung, sonstige Ereignisse) oder
  • des Triumphzugs Caesars oder eines anderen Triumphzugs (Augenzeugenschaft) oder
  • der Ankunft Cleopatras in Rom oder
  • eines Schauspiels aus der Perspektive eines Verurteilten oder eines Gladiators

Die Gewinner:

Preis der Jury für besondere Leistungen: Matthias Möllmann, Thorsten Müller, Ralf Leppla

1. Platz: Timm Goldenstein, Martin Mittag, Ingrid Moder, Carina Klose
2. Platz: Anna Dick, Selina Weißmantel
3. Platz: Kristin Breitsch
4. Platz: Moritz Klaiber