Magie in Rom (18. Januar 2014)

Der Thementag Magie in Rom zeigte die dunkle Seite der römischen Antike, die uns hier noch fremder und gleichzeitig doch auch vertrauter erscheinen mag. Im heidnischen Rom war die Magie über Jahrhunderte eine weitverbreitete Form des Wissenserwerbs und der Existenzbewältigung, die den Menschen bei unerwarteten und unerträglichen Problemen Lösung und Abhilfe versprach. Die Vorträge beleuchteten die verschiedenen  Einsatzbereiche der Magie, die nicht nur danach strebte, Gefühle und Gesundheit anderer Menschen zu manipulieren (Liebeszauber, Heilmagie, Verfluchungen), sondern sogar die Ordnung des Kosmos zu verändern (Wetterzauber).

Der Thementag wurde gestaltet vom lateinischen Hauptseminar „Magie in Rom“ des Wintersemesters 2013/14 (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Christine Walde und Mitarbeit von Andreas Lenz) und richtete sich nicht nur an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des laufenden Proseminars zur Magie, sondern stand auch allen Interessierten offen. Besonders Schüler und Schülerinnen konnten an diesem Tag einen Einblick in die Welt der Altertumswissenschaften gewinnen und sich in einen mittels kulturwissenschaftlicher Fragestellungen erschlossenen Raum jenseits weißer Togen und marmorner Ästhetik vorwagen.

Ein detailliertes Programm des Thementages finden Sie hier.

 

Pretium Petronianum:

Auch in diesem Jahr wurde wieder das Pretium Petronianum für den besten selbstverfassten lateinischen Text verliehen. Der Text soll eine Ergänzung oder Ausschmückung/Präzisierung eines der drei antiken Texte sein:
a) Seneca, NQ 4,6-7 (Abwehr von Hagel)
b) Livius, 8,18,1-10 (mordende Matronen)
c) Codex Theodosianus VIIII,16,4 (Ausgabe von Mommsen)

1. Platz: Thorsten Orthen
2. Platz: Felix Hansen (Tutoren: Peter Burggraaff, Alfons Dahm)
2. Platz: Nadine Komenda (Tutorin: Maria Hollmann)

Preis der Jury: Felix Kohl, Kathrin Speyer (Tutoren: Katharina Hart, Ann-Kathrin Welsch, Andrea Schön)