Univ.-Prof. Dr. Walter Nicolai (pensioniert)

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Seminar für Klassische Philologie
Fachbereich 07 – Geschichts- und Kulturwissenschaften
55099 Mainz

privat:
Wallaustraße 53
55118 Mainz
Tel. 06131-632620

Curriculum vitae

25.3.1933 Geboren am in Frankfurt an der Oder
1952 Abitur  in Rottweil am Neckar
1952/53 ‚Studium generale’ am Leibniz-Kolleg der Universität Tübingen
1953-1962 Studium der Fächer Griechisch, Germanistik, Philosophie und Latein an den Universitäten Tübingen, München, Münster i. W., Hamburg und Mainz
1958 Staatsexamen in Griechisch und Germanistik  an der Universität Münster i.W.
1963 Promotion  an der Universität Mainz; Thema der Dissertation: „Hesiods Erga. Beobachtungen zum Aufbau“
1963-1971 Wiss. Assistent am Seminar für Klassische Philologie
1971 Habilitation  („Kleine und große Darstellungseinheiten in der Ilias“)
1973 Ernennung zum Wiss. Rat und Professor  an der Universität Mainz
1998 Pensionierung
1998-2003 Deutschunterricht für Migrantenkinder an der Goethe-Hauptschule in Mainz
seit 2003 Lektürekurse für ausländische Studierende am Deutschen Institut der Universität Mainz
                         

Schriftenverzeichnis

 

I. Monographien:

Hesiods Erga. Beobachtungen zum Aufbau. Heidelberg 1964. (Dissertation)

Kleine und große Darstellungseinheiten in der Ilias. Heidelberg 1973. (Habilitationsschrift)

Versuch über Herodots Geschichtsphilosophie. Heidelberg 1986.

Zum doppelten Wirkungsziel der aischyleischen Orestie. Heidelberg 1988.

Euripides’ Dramen mit rettendem Deus ex machina. Heidelberg 1990.

Zu Sophokles’ Wirkungsabsichten. Heidelberg 1992.


II. Herausgebertätigkeit:

Gnomosyne. Menschliches Denken und Handeln in der frühgriechischen Literatur. Festschrift für Walter Marg zum 70. Geburtstag. Hrsg. von Gebhard Kurz, Dietram Müller und Walter Nicolai. München 1981.


III. Aufsätze in Zeitschriften und Sammelwerken:

Phantasie und Wirklichkeit bei Ovid, Antike und Abendland 19, 1973, 107-116.

Zur Theodizee des Aischylos (am Beispiel der Orestie), Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 29, 1977, 18-28.

Sophokles und die griechische Ethik, Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 31, 1979, 147-158.

Wirkungsabsichten des Iliasdichters. In: ‚Gnomosyne’ (siehe oben), 81-101.

Der Mythos vom Sündenfall der Seele (bei Empedokles und Platon), Gymnasium 88, 1981, 512-524.

Rezeptionssteuerung in der Ilias, Philologus 127, 1983, 1-12.

Zu den politischen Wirkungsabsichten des Odyssee-Dichters, Grazer Beiträge 11, 1984, 1-20.

Zum Welt- und Geschichtsbild der Ilias. In: Homer beyond Oral Poetry. Recent Trends in Homeric Interpretation. Hrsg. Von I. M. Bremer u. a. Amsterdam 1987, 145-164.

Zur Bedeutung des Oikos-Gedankens im homerischen Epos. In: O OMHPIKOΣ OIKOΣ. Akten des 5. Odyssee-Symposions 1987. Ithaka 1990, 29-39.

Zur Selbstbestimmbarkeit menschlichen Handelns in der Ilias, Würzburger Jahrbücher für Altertumswissenschaft. Neue Folge 17, 1991, 5-15.

Gefolgschaftsverweigerung als politisches Druckmittel in der Ilias. In: Anfänge politischen Denkens in der Antike. Die nahöstlichen Kulturen und die Griechen. Hrsg. von K. Raaflaub. München 1993, 317-341.

Zuviel des Guten ist ungesund. Zur Dialektik von forcierter Leistungssteigerung und Selbstgefährdung in der griechischen Literatur, Gymnasium 101, 1994, 312-332.

Thukydides und die Perikleische Machtpolitik, Hermes 124, 1996, 264-281.

Zur politischen Tendenz der Euripideischen ‚Bakchen’, Antike und Abendland 43, 1997, 109-123.

Aischylos’ ‚Perser’. In: Aspekte des Geschichtsdramas. Von Aischylos bis Volker Braun. Hrsg. von W. Düsing. Tübingen 1998, 11-30.

Ansätze zur ‚femme fatale’ in der griechischen Tragödie. Aischylos’ Klytaimestra und Euripides’ Helena. In: Die ‚femme fatale’ im Drama. Heroinen – Verführerinnen – Todesengel. Hrsg. von J. Blänsdorf. Tübingen 1999, 19-41.

Zur Platonischen Eroskonzeption, Grazer Beiträge 22, 1998, 81-100.

Zivilcourage und Solidarität. Zwei Grundpfeiler des Gemeinwohls. Rheinisches Museum für Philologie, Neue Folge 142, 1999, 225-242.

Sind personale und apersonale Gottesvorstellung miteinander vereinbar oder nicht? Grazer Beiträge 24, 2005, 15-29.

Goethes Faust und die platonische Eroskonzeption, Antike und Abendland 54, 2008, 43-63.


IV. Rezensionen:

Fritz Krafft, Vergleichende Untersuchungen zu Homer und Hesiod. Göttingen 1963. Gnomon 36, 1964, 544-549.

Dieter Lohmann, Die Komposition der Reden in der Ilias. Berlin 1970. Gnomon 45, 1973, 433-437.

Jürgen Blusch, Formen und Inhalt von Hesiods individuellem Denken. Bonn 1970. Gnomon 45, 1973, 713-717.

Heinz Neitzel, Homer-Rezeption bei Hesiod. Bonn 1975. Gnomon 51, 1979, 718-721.  


V. Sonstiges:

Zum wissenschaftlichen Werk Walter Margs. In: Walter Marg 1910-1983. Reden bei der Akademischen Trauerfeier des Fachbereichs 15 der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz am 25. Mai 1984 (Privatdruck Mainz 1985), 13-20.

Marg, Walter. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 16. Berlin 1990, 151 f.

An die Griechisch-Lehrerinnen und -Lehrer an den Gymnasien in Rheinland-Pfalz, Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologen-Verbands, Heft2/1996, 115 (zusammen mit Christoph Riedweg).

Alternativen zum Lehramtsstudium, Mitteilungsblatt des Deutschen Altphilologen-Verbands, Heft 4/1996, 192-196 (zusammen mit Christoph Riedweg).

 

Alle wichtigeren bis 1994 erschienenen Arbeiten stehen in der UB Mainz als "elektronische Ressource" zur Verfügung.